Lahnfestival Gegen den StromLahnfestival „Gegen den Strom“

Seit 2013 fördert die G. und I. Leifheit Stiftung das Lahnfestival „Gegen den Strom“ als Hauptsponsor. Jedes Jahr zwischen Mai und Oktober finden rund 40 Veranstaltungen an unterschiedlichen Spielstätten entlang der Lahn statt. Dabei werden Musik, Literatur und Philosophie abseits des Mainstream auf einzigartige Weise miteinander verwoben – stets unter dem jährlich wechselnden Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Beispiele sind „Gott und die Welt“, „Mit allen Sinnen“ und „Helden und Legenden“.

A-cappella und Jazz haben beim Lahnfestival ebenso ihren Platz wie hochklassiger Chorgesang und Orchestermusik. Im Programm finden sich Schauspiel und Oper sowie Lesungen, Vorträge und vieles mehr. Zu den Spielstätten gehören herausragende historische Orte der Region wie das Stein’sche Schloss in Nassau, das mittelalterliche Kloster Arnstein in Obernhof, der prunkvolle Marmorsaal in Bad Ems und die St.-Kastorkirche in Dausenau.

Der künstlerische Leiter und Festivalgründer Diethelm Gresch bietet mit dem Lahnfestival etablierten Künstlern und auch jungen aufstrebenden Talenten ein Forum – die meisten von ihnen sind bereits mehrfach mit renommierten Preisen bedacht worden. Die Schriftsteller Martin Walser und Patrick Roth, der Wagner-Experte Prof. Dr. John Deathridge, der Kunsthistoriker Prof. Dr. Eberhard König und der Dirigent Thomas Jung sind an der Lahn gern gesehene Gäste. Thomas Jung gab im Juli 2015 beim ersten Günter-Leifheit-Gedächtnis-Konzert in Nassau den Takt an. Abgerundet wird das Programm jeweils durch ein mehrtägiges Filmmusikfestival Anfang Oktober in Bad Ems, das der Komponist und Musiker Matthias Frey leitet.

Das Lahnfestival ist eine aus privatem Engagement hervorgegangene und gewachsene Reihe von kulturellen Veranstaltungen auf hohem Niveau. Seinen Ursprung hat das Festival 2009 in einer von Diethelm Gresch initiierten Ausstellung von Faksimiles mittelalterlicher Prunkhandschriften im Kloster Arnstein.

Das anspruchsvolle Programm rund um das Festival bedarf bei aller Ehrenamtlichkeit einer wirkungsvollen administrativen Unterstützung. Die G. und I. Leifheit Stiftung finanziert unter anderem eine Assistenz für den ehrenamtlich tätigen Festivalleiter, um ihn von organisatorischen Aufgaben zu entlasten. Die Administration ist in der Stadtverwaltung angesiedelt. Zudem hilft die G. und I. Leifheit Stiftung, bei einem großen Teil der Veranstaltungen auf die Erhebung eines Eintrittsgeldes zu verzichten. Kinder und Jugendliche haben generell kostenlos Zutritt.

Weitere wichtige Förderer des Lahnfestivals sind der Kultursommer des Landes Rheinland-Pfalz und das Bistum Limburg. Für die Trägerschaft des Lahnfestivals „Gegen den Strom“ soll in absehbarer Zeit ein eingetragener Verein oder eine gemeinnützige GmbH mit dem Sitz in Nassau gegründet werden.

 

Rhein-Lahn-Zeitung, 18. Januar 2017
Leifheit-Stiftung steht weiter zum Lahnfestival